Nach China auswandern fasziniert immer mehr Menschen, die auf der Suche nach beruflichen Chancen, kultureller Vielfalt und einem Leben in einem dynamischen Land sind. Das Reich der Mitte bietet eine beeindruckende Mischung aus alten Traditionen und modernem Fortschritt.
Wer den Schritt wagt, sich dort ein neues Leben aufzubauen, profitiert von einer spannenden Erfahrung, muss aber auch zahlreiche Vorbereitungen treffen. Dieser Artikel erklärt, was beim Umzug zu beachten ist, welche rechtlichen Hürden es gibt und warum viele Auswanderer China als neue Heimat wählen.
Warum lohnt es sich, nach China auszuwandern

China lockt mit wachstumsstarken Wirtschaftssektoren, modernen Städten wie Shanghai oder Peking und einer gut ausgebauten Infrastruktur.
Für deutsche Fachkräfte ergeben sich zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten, insbesondere im technischen, medizinischen oder pädagogischen Bereich. Viele Arbeitgeber bieten ihren Angestellten attraktive Zusatzleistungen, was den Neustart erleichtert.
Die Lebenshaltungskosten sind je nach Region unterschiedlich. Während Shanghai eher teuer ist, bieten kleinere Städte ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das tägliche Leben in China ist geprägt von Effizienz, Moderne und Gastfreundschaft, aber auch von einer tief verwurzelten chinesischen Kultur, die in vielen Alltagssituationen spürbar ist.
Welche Visum-Arten stehen Auswanderern zur Verfügung
Wer nach China auswandern will, benötigt ein gültiges Visum. Für einen längeren Aufenthalt gibt es elf verschiedene Visaformen, darunter Touristen-, Geschäfts- oder Studentenvisa. Wer in China arbeiten möchte, benötigt zusätzlich ein Arbeitsvisum sowie eine Aufenthaltsgenehmigung.
Zur Beantragung des Arbeitsvisums braucht man einen mindestens sechs Monate gültigen Reisepass, eine Einladung vom Arbeitgeber sowie ein Gesundheitszeugnis mit HIV-Test.
Die Beantragung erfolgt entweder direkt bei der chinesischen Botschaft in Berlin oder über das Chinese Visa Application Service Center. Besonders bei einem Aufenthalt länger als sechs Monate ist die Einhaltung aller Anforderungen entscheidend.
Umzug nach China Schritt für Schritt planen
Ein Umzug nach China beginnt mit einer strukturierten Vorbereitung. Wichtig ist zunächst die Kündigung von Arbeitsverträgen und Mietverhältnissen in Deutschland sowie die Abmeldung beim Einwohnermeldeamt. Auch die Organisation des Transports persönlicher Gegenstände sollte rechtzeitig in Angriff genommen werden.
Viele deutsche Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeitenden beim Umzug, bieten Kontakte zu Umzugsfirmen oder stellen Wohnungen zur Verfügung.
Wer ohne Firmennetzwerk nach China zieht, sollte sich frühzeitig um die Wohnungssuche kümmern. Besonders in Städten wie Shanghai oder Guangzhou kann der Wohnungsmarkt angespannt sein.
In welche Stadt soll man ziehen
Metropolen wie Shanghai oder Peking sind für viele deutsche Auswanderer die erste Wahl. Sie bieten nicht nur zahlreiche Arbeitsplätze, sondern auch internationale Schulen, medizinische Einrichtungen auf westlichem Niveau und eine gute Anbindung. Wer eine familiäre Umgebung sucht, wird eventuell in kleineren Städten wie Hangzhou oder Chengdu fündig.
Je nach Region unterscheiden sich Lebensstil, Kostenstruktur und kulturelle Eigenheiten erheblich. Während in Shanghai das Leben sehr international geprägt ist, erfährt man in Städten mit weniger ausländischen Staatsangehörigen einen direkteren Einblick in die chinesische Kultur. Auch die Möglichkeiten für ausländische Arbeitskräfte sind regional unterschiedlich verteilt.
Wie findet man eine Arbeitsstelle in China

Die Jobsuche in China gelingt am besten über deutsche Unternehmen mit Niederlassungen vor Ort oder über internationale Jobportale.
Besonders gefragt sind technische Berufe, IT-Fachkräfte, Ingenieure und Englischlehrer. Wer direkt bei einem chinesischen Unternehmen angestellt wird, benötigt zusätzlich eine Arbeitserlaubnis.
Diese wird beim Ministerium für Arbeit und soziale Sicherung beantragt. Viele Arbeitgeber übernehmen die Formalitäten oder unterstützen bei der Zusammenstellung der Unterlagen. Dank des Sozialversicherungsabkommens zwischen Deutschland und China können entsandte Arbeitnehmer in bestimmten Fällen weiterhin in Deutschland sozialversichert bleiben.
Nach China auswandern: Leben in China als Deutscher
Das Leben in China unterscheidet sich in vielen Bereichen vom Alltag in Deutschland. Öffentliche Verkehrsmittel sind günstig und effizient, bargeldloses Bezahlen ist nahezu überall möglich, und die Auswahl an Freizeitmöglichkeiten ist riesig.
Gleichzeitig muss man sich an neue Regeln und Gewohnheiten gewöhnen, zum Beispiel beim Umgang mit Behörden oder bei sozialen Umgangsformen.
Besonders in den ersten Monaten kann der Kulturschock herausfordernd sein. Wer sich offen auf die chinesische Kultur und Lebensweise einlässt und bereit ist, neue Perspektiven anzunehmen, wird sich schneller einleben. Das Leben und Arbeiten im Reich der Mitte kann sehr bereichernd sein, wenn man aktiv auf Menschen zugeht und bereit ist, dazuzulernen.
Krankenversicherung und Gesundheitsversorgung
Wer nach China auswandern möchte, muss unbedingt eine Krankenversicherung abschließen. Viele Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitenden bereits im Vorfeld eine umfassende Versicherung an. Dennoch lohnt es sich, die Leistungen genau zu prüfen, insbesondere bei Familien oder längeren Aufenthalten.
In Großstädten ist die medizinische Versorgung gut bis sehr gut. Internationale Kliniken bieten einen hohen Standard, allerdings sind die Kosten entsprechend hoch. Eine private Zusatzversicherung mit weltweitem Schutz kann sinnvoll sein. Wichtig ist, dass die Versicherung auch ambulante und stationäre Behandlungen sowie Rücktransporte abdeckt.
Die chinesische Sprache als Herausforderung
Chinesisch zu lernen gehört für viele Auswanderer zu den größten Herausforderungen. Die Sprache ist komplex, die Schriftzeichen ungewohnt, und auch die Aussprache stellt eine Hürde dar. Dennoch ist es möglich, sich mit einem gezielten Sprachkurs gut vorzubereiten.
Viele Arbeitgeber bieten Sprachkurse an, manche übernehmen auch die Kosten dafür. Grundkenntnisse in Chinesisch erleichtern nicht nur den Alltag, sondern zeigen auch Wertschätzung gegenüber der neuen Umgebung. In großen Städten kommt man zwar teilweise mit Englisch zurecht, auf dem Land oder bei Behördengängen ist Chinesisch oft unerlässlich.
Nach China auswandern: Was muss rechtlich beachtet werden?

Nach der Einreise müssen sich ausländische Staatsangehörige innerhalb von 24 Stunden bei der lokalen Polizeibehörde melden. Dort wird auch die Aufenthaltsgenehmigung registriert. Für längere Aufenthalte empfiehlt sich ein Dauervisum, das regelmäßig verlängert werden kann.
Wer plant, dauerhaft in China zu leben, kann in bestimmten Fällen die chinesische Staatsbürgerschaft beantragen.
Dies ist allerdings an viele Bedingungen geknüpft und bedeutet in der Regel den Verzicht auf die deutsche Staatsangehörigkeit. Auch der deutsche Führerschein muss für den Aufenthalt in China umgeschrieben werden.
Alltag, Integration und soziale Kontakte
Ein neuer Alltag in China bedeutet neue Wege, neue Menschen und neue Gewohnheiten. Expats können sich in internationalen Gemeinschaften vernetzen, an Sprachkursen teilnehmen oder lokale Kulturangebote nutzen. Traditionelle Märkte, chinesisches Essen, Sportangebote und Festtage bieten viele Möglichkeiten zur Integration.
Die chinesische Gesellschaft ist offen gegenüber ausländischen Gästen, erwartet jedoch auch Respekt gegenüber lokalen Normen. Wer sich höflich, interessiert und lernbereit zeigt, wird viele positive Erfahrungen machen. Besonders der Austausch mit chinesischen Kolleginnen und Kollegen hilft, das eigene Verständnis für das neue Umfeld zu erweitern.
Fazit: Nach China auswandern
Nach China auswandern bedeutet, sich auf ein Land voller Kontraste, Chancen und Herausforderungen einzulassen. Wer diesen Schritt gut vorbereitet, ein gültiges Visum beantragt, eine geeignete Krankenversicherung abschließt und sich aktiv mit Sprache und Kultur auseinandersetzt, kann in China eine neue Heimat finden.
Ob Shanghai, Peking oder eine kleinere Stadt, ob als Fachkraft oder Unternehmer, das Leben im Reich der Mitte bietet vielfältige Möglichkeiten. Mit Offenheit, Geduld und der Bereitschaft zu lernen gelingt der Start in ein neues Kapitel erfolgreich und nachhaltig.
FAQs: Häufige Fragen zum Thema „Nach China auswandern“
Ist man als Deutscher in China willkommen?
Ja, deutsche Auswanderer sind in China grundsätzlich willkommen. In den letzten Jahren hat die Zahl der Expats, insbesondere aus Europa, stark zugenommen.
China ist ein multikulturelles Land, das zunehmend internationale Fachkräfte anzieht, vor allem in den großen Wirtschaftszentren wie Shanghai und Peking.
Faktoren, die das Willkommen-Sein beeinflussen:
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Wirtschaftliche Bedeutung: Deutsche Unternehmen sind in China stark vertreten, und viele Chinesen haben positive Erfahrungen mit deutschen Marken und Produkten.
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Kulturelle Unterschiede: Die chinesische Kultur legt großen Wert auf Respekt und Höflichkeit. Ein Verständnis für diese Werte kann den sozialen Austausch erleichtern.
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Englischkenntnisse: In großen Städten sprechen viele Chinesen Englisch, was die Integration für Ausländer erleichtert.
Kann ich dauerhaft nach China ziehen?
Ja, es ist möglich, dauerhaft nach China zu ziehen, aber der Prozess erfordert sorgfältige Planung und das richtige Visum.
Der Umzug in die Volksrepublik ist mit einer Reihe von bürokratischen Anforderungen verbunden, aber es gibt mehrere Wege, dauerhaft zu bleiben.
Möglichkeiten für einen dauerhaften Aufenthalt:
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Arbeitserlaubnis: Mit einem Arbeitsvisum (Z-Visum) können Sie länger in China bleiben, wenn Sie in einem Unternehmen arbeiten.
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Aufenthaltsgenehmigung: Nach einigen Jahren in China können Sie eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung beantragen, die es Ihnen ermöglicht, ohne wiederholte Visaerneuerung im Land zu leben.
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Familienvisa: Wenn Sie mit einem chinesischen Staatsbürger verheiratet sind, können Sie auch ein langfristiges Visum beantragen.
Besondere Hinweise:
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Die chinesische Staatsbürgerschaft ist für Ausländer schwer zu erlangen.
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Es gibt bestimmte Anforderungen und Wartzeiten, die Sie erfüllen müssen, um eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten.
Ist es teuer, in China zu leben?
Die Lebenshaltungskosten in China variieren stark je nach Stadt und Region. Während große Metropolen wie Shanghai und Peking teurer sind, bieten kleinere Städte günstigere Lebensbedingungen.
Kostenfaktoren im Detail:
| Faktor | Shanghai/Beijing | Kleinere Städte |
|---|---|---|
| Miete | Hoch: 500–2.000 € pro Monat | Niedrig: 200–700 € pro Monat |
| Lebensmittel | Moderat: 200–400 € monatlich | Günstig: 100–250 € monatlich |
| Transport | Öffentlich: 50–80 € monatlich | Günstig: 20–50 € monatlich |
| Freizeit | Teuer: 100–200 € monatlich | Günstig: 30–70 € monatlich |
Zusätzliche Kosten:
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Krankenversicherung: Eine private Versicherung kostet zwischen 50 und 150 € pro Monat, abhängig vom Anbieter und Leistungsumfang.
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Steuern: Die Einkommenssteuer in China ist progressiv und variiert je nach Gehalt.





